Flügelschlag
Das #ECHTINAKINDERGARTEN Blog
17
Feb. 2026

Video: Willkommen im Museum der Kinderrechte!

Im INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße haben Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren über einen Zeitraum von zwei Monaten ein mobiles, begehbares „Museum der Kinderrechte“ geschaffen.

Aus stabilen Obstkisten und weiteren Materialien entstand ein Gesamtkunstwerk mit neun farbenfrohen, beklebten und bemalten Türmen. In Zeichnungen, Collagen und kurzen Texten wird sichtbar, welche gesellschaftlichen Rechte und Bedürfnisse die Kinder beschäftigen – darunter Mitbestimmung, Privatsphäre, ein angemessener Lebensstandard sowie der Zugang zu Bildung, Spiel und Freizeit.

Die Idee, sich auf diese kreative Art mit Kinderrechten zu beschäftigen, ging von den Kindern selbst aus: In einer demokratischen Abstimmung entschieden sie sich dafür, ein Museum zu bauen, das allen offensteht und von dem alle lernen können. Die Türme des Museums wurden kreisförmig angeordnet, sodass ein begehbarer „Museumsraum“ entstand.

Jedes ausgestellte Kunstwerk haben die Kinder selbst kuratiert – von der ersten Idee über die Umsetzung bis hin zur Platzierung im Ausstellungsraum. Viele Inhalte entwickelten sich dabei direkt aus der Situation: Die Kinder malten Bilder, erklärten den pädagogischen Fachkräften, was sie damit ausdrücken wollten, und überlegten anschließend mit diesen, welches Kinderrecht darin sichtbar wird. Sowohl jüngere als auch ältere Kinder des Elementarbereichs waren in allen Phasen beteiligt; auch Kinder aus der Krippe gestalteten einzelne Elemente mit.

Projektbeginn war zum Weltkindertag im September 2025, eröffnet wurde das „Mobile Museum für Kinderrechte“ schließlich am 20. November, dem internationalen Tag der Kinderrechte. Nach mehreren Wochen im Eingangsbereich der Kita ist die Ausstellung seit Januar 2026 in der Geschäftsstelle von INA.KINDER.GARTEN zu sehen. Perspektivisch soll das Museum auf dem Gelände der Kita Rosenheimer Straße einen dauerhaften Platz finden; bis dahin ist geplant, es an weiteren Stationen aufzubauen.

Kinderrechte sowie vorurteilsbewusste Erziehung und Bildung sind pädagogische Schwerpunkte des INA.KINDER.GARTEN Rosenheimer Straße. Derzeit entwickelt sich die Einrichtung zu einer „Kita der Kinderrechte“ weiter, begleitet und gefördert durch das
Deutsche Kinderhilfswerk im Programm „Kinderrechte-Landschaften“
sowie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Museumsprojekt ist Teil dieser fachlichen Entwicklung.

Yıldız Saklı, Leiterin der Kita Rosenheimer Straße: „Wir möchten die Rechte der Kinder und insbesondere demokratische Werte noch stärker im pädagogischen Alltag vorleben und erlebbar machen. Diesen wichtigen Weg gehen wir gemeinsam im Team. Derzeit sind zwei unserer Fachkräfte auch Ansprechpartnerinnen und Multiplikatorinnen für Kinderrechte. Sie nehmen an Netzwerktreffen teil, bringen Themen und Anregungen in die Abteilungen der Kita und motivieren jede und jeden Einzelnen, die eigene Haltung zu reflektieren. So werden wir nach und nach alle zu Expertinnen und Experten für Kinderrechte.“

Marit Vogt, Geschäftsführerin von INA.KINDER.GARTEN: „Kinderrechte und Partizipation sind Bausteine für Demokratie. Kinder, die ihre Rechte kennen, entwickeln Selbstvertrauen, Verantwortungsgefühl und Respekt für andere. Bei INA.KINDER.GARTEN ist das fest verankert: In unseren Kitas werden alle Kinder gehört und erfahren, dass ihre Meinung zählt. Dass die Kinder in der Kita Rosenheimer Straße per Abstimmung entschieden haben, was im Museum gezeigt wird und wie, macht es zu ihrem eigenen Ort der Demokratie.“