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Das #ECHTINAKINDERGARTEN Blog
29
Aug 2020

Pandemieplan 10.0


Mehrmals wöchentlich erreichen uns aktuell Meldungen dazu, dass Mitarbeitende oder Kinder oder Eltern auf Covid-19 getestet und erstmal in die Quarantäne verbannt wurden. Die Spannung ist jedes Mal groß, wie das Ergebnis wohl ausgehen wird und wer dann noch betroffen sein könnte? Fast alle Testergebnisse waren zu unserem Erleichtern bisher negativ. In Einzelfällen sind sie jedoch auch mal positiv. Dann erfolgen Maßnahmen – nicht nur die Kitaleitung ist aufgefordert zu handeln. Beispiele dafür sind: Kontaktketten erstellen, den Träger informieren, mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufnehmen, Mitarbeitende und Eltern informieren, ggf. Gruppen schließen. Damit dies geordnet ablaufen kann, haben wir für die Kitas beim Träger einen Pandemieplan erstellt. Dieser orientiert alle Kitas z.B. zu den Themen Unterweisung, Zuständigkeiten und Aufgaben der verschiedenen Berufsgruppen, Umsetzung in der Kitapraxis, Ablauf der Meldekette. Der Pandemieplan gibt Sicherheit im Umgang mit diesem für uns alle unbekannten Gegner und wird aktuell gehalten. Fachlich ist das Coronagremium im regelmäßigen Austausch mit den Gesundheitsämtern, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Dass sich so schnell Rahmenbedingungen für Kitas ändern können, dass hätte im März niemand gedacht. Seitdem sind unsere Hauptanliegen bei der Unterstützung der Kitas vor allem: Wie schützen wir Kinder, Eltern und Mitarbeitende vor der Ansteckung mit dem Coronavirus und möglichen schwerwiegenden Folgen?

Wie organisieren wir den Kitabetrieb unter den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und bei Personalabwesenheit? Die Kitaleitungen und Teams leisten gute Arbeit und werden nicht allein gelassen; sie sind ständig mit dem Coronagremium des Trägers im Gespräch.

Im März sind die Kitas mit der Notfallbetreuung einzelner Kinder und Notfallplänen, die wöchentlich angepasst werden mussten, gestartet. Dass über Monate nur wenige Kinder in die Kita gehen durften, war für Familien, Kinder und Mitarbeitende eine belastende Situation. Unsere pädagogischen Fachkräfte haben zu den Familien trotzdem Kontakt über Zoom, Briefe und Telefonate gesucht. Jetzt schreiben wir Pandemiepläne für den Regelbetrieb und freuen uns, dass wieder alle Kinder in die Kita kommen können, worüber auch sie und ihre Eltern sehr glücklich sind. Die Herausforderungen bleiben aber bestehen. Aktuell ergänzen wir im Plan die Punkte Reiserückkehrer aus Risikogebieten und das verstärkte Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen unter Erwachsenen. Kinder müssen keine tragen, manche tun es aber gerne. Nun sehen wir gespannt auf die Entwicklungen im Herbst und im nächsten Jahr. Ob uns die zweite Corona-Welle verschont? Brauchen wir 2021 durchgehend Pandemiepläne oder lässt der Hoffnungsschimmer Impfung die Auswirkungen des Virus verblassen? Wünschen kann man ja.